Unternehmen verfügen heute über Zugang zu nahezu allen relevanten Technologien. Cloud-Infrastrukturen, KI-Modelle oder Plattformarchitekturen sind verfügbar und technisch beherrschbar. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob eine Organisation in der Lage ist, diese Technologien sinnvoll in ihre Wertschöpfung zu integrieren. Transformation ist deshalb weniger eine Frage von Tools als eine Frage von Struktur, Zusammenarbeit und Entscheidungsfähigkeit. Das bestätigt auch die “AI at Work”-Umfrage der Boston Consulting Group vom Juni 2026. [1]
An der Befragung nahmen fast 12.000 Frontliner, Führungskräfte und Manager:innen in mehr als einem Dutzend Märkten weltweit teil. 42 Prozent der Befragten berichten von einer Zeitersparnis von acht Stunden, also rund einem Arbeitstag pro Woche. 74 Prozent nutzen KI bereits täglich oder mehrmals wöchentlich. Gleichzeitig fehlt 66 Prozent die klare Orientierung, wofür die gewonnene Zeit eingesetzt werden soll. Mehr als die Hälfte nutzt sie nicht für strategische Aufgaben.
Dabei zeigt sich bei Unternehmen, die ihre Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse konsequent neu gestalten, dass Transformation erst dann gelingt. Laut BCG erzielen sie bessere Ergebnisse als Organisationen, die KI primär zur Effizienzsteigerung einsetzen. Auch die höhere Arbeitszufriedenheit vieler KI-Nutzer:innen bleibt laut Studie vor allem dort bestehen, wo Orientierung und Führung Klarheit schaffen.

